Fischkopp – Die Langfassung

Zwischen Tresor und Tanzfläche

Bevor ich den ersten Track auflegte, stand ich schon lange vor dem DJ-Pult. Anfang der 90er in den Clubs, von Tunnel bis Tresor. Kurz darauf dann der erste eigene (schäbige) Battlemixer, zwei (noch schäbigere) riemengetriebene Turntables und ein wachsender Stapel Vinyl. Mixtapes und spaßige Wohnzimmerpartys waren die Folge. Das Auflegen bei der Unterstufen-Disco Anfang der 90er in der Schule unterschlage ich hier mal…

2010 brachte Electro Swing die Wende. Der Sound war neu und tanzbar und öffnete mir die Türen zu den ersten öffentlichen Gigs. Deep House und Tech House kamen dazu, bald auch Techno und eine Prise Oldschool-Hardtrance.

Der erste Club-Gig? Einfach mal gefragt. Gemeinsam mit zwei Freunden. Bis heute stehen wir oft zusammen an den Decks. Seitdem sind über 100 Gigs dazugekommen: Kleine Bühnen, große Festivals, Firmenfeiern, Reeperbahn.

Ich lege keine vorgefertigten Sets auf. Ich beobachte, was auf der Tanzfläche passiert und reagiere. Der Sound entsteht live, mit dem Publikum. Vinyl war lange mein Werkzeug, aber heute ist mir Flexibilität wichtiger als Nostalgie. Timecode-Vinyl für’s Feeling? Immer gerne! Ansonsten ist der USB-Stick mein bester Freund.

Ich bin selektiv unterwegs. Kein Booking-Marathon. Wenn ich spiele, dann mit voller Energie und mit dem Anspruch, ein Set zu schaffen, das mitreißt.